Herrenzimmern

Der Ortsname leitet sich vom Hochadelsgeschlecht der „Herren von Zimmern“ ab, die 1594 im Mannesstamm ausgestorben sind. Mitglieder der Herren von Zimmern waren Ratsherren in Innsbruck, München und Stuttgart. Konrad von Zimmern war von 1237 bis 1255 Abt auf der Insel Reichenau.

Wilhelm Werner von Zimmern und sein Neffe Froben Christoph schrieben die berühmte „Zimmer‘ sche Chronik“. Zwei Brüder Froben Christophs waren Domherren in Straßburg bzw. Konstanz.
Heute sind von der Burg und der Burgkapelle Ruinen übrig, die vom Geschichts- und Kulturverein Herrenzimmern gepflegt werden. Hauptaufgabe des Vereins ist der bauliche Erhalt der Ruine und des umliegenden Geländes.  Das Burgstüble bei der Burgruine Herrenzimmern ist in den Sommermonaten regelmäßig geöffnet. Alle zwei Jahre findet im Burggarten ein mittelalterliches Fest in historischen Gewändern statt.
Die am 21. Juli 1747 von Weihbischof Fugger geweihte Kirche wurde 1995 unter Pfarrer Lorenz Vecsey nach Osten hin erweitert.
Im Juli 1997 fand die Altarweihe statt durch den damaligen Bischof und heutigen Kardinal Walter Kasper.
Die Helligkeit der Kirche ist u.a. dem Glasanbau zu verdanken, der den Blick ins Neckartal freigibt.
Die wertvollsten Heiligenfiguren in der Kirche sind Petrus und Paulus, sowie die „Herrenzimmerner Madonna“, die vermutlich aus der Schlosskapelle stammt.
Der Kirchenchor umrahmt die Eucharistiefeiern zu den kirchlichen Hochfesten und Feiertagen.
Zwischen den Vereinen und der Kirchengemeinde herrscht ein sehr gutes Verhältnis. Dies zeigt sich z. B. bei der jährlich stattfindenden Floriansmesse der Feuerwehr.
Die Musikkapelle spielt zu verschiedenen kirchlichen Anlässen: z. B. bei der Fronleichnamsprozession, am Weißen Sonntag, bei der Floriansmesse, am Volkstrauertag. Gelegentlich begleitet eine Bläsergruppe den Kirchenchor. Auch zwischen der Kirchengemeinde und der bürgerlichen Gemeinde besteht ein sehr gutes Verhältnis.